So langsam komme ich mir vor wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“. Heute gab es schon wieder Aviary für mich. So langsam weiß ich nicht mehr welche Stelle ich in dem Vogelgehege noch nicht geputzt habe. Aber Frau wächst ja mit ihren Aufgaben.
Der Tag begann furchtbar, da die verantwortliche Angestellte von Sanccob heute zu spät gekommen ist. Anstatt von 7:20 kamen wir erst um 7:50 ins Gebäude, was viel zu spät war, da um 8 Uhr bereits die ersten Pinguine mit Medikamenten versorgt werden müssen.
Daneben war die Cleaning Station völlig mit dreckigen Matten überfüllt, da die Dame, die gestern dort Dienst hatte, zuerst 3 Stunden zu spät zur Arbeit kam und dann auch noch ab Mittags nicht mehr gearbeitet hat, sondern nur mit anderen Angestellten gequatscht hatte.
Das hatte zur Folge, dass wir heute zu wenige saubere Matten für die Gehegen hatten und neben der Essenzubereitung und Gehege-Reinigung auch noch die Matten selber reinigen mussten. Und das alles mit reduzierter Mannschaft. Wir sind rotiert wie die Blöden. Aber wir waren ein Team. Jeder half dem anderen, so dass wir alle gemeinsam fertig wurden.
In meinem Gehege waren noch immer die beiden flugfähigen Vögel untergebracht.

Tagsüber dürfen sie nun schon aus ihrem geschützten Gehege raus. Es ist schön zu sehen, wie sie versuchen ihre ersten Flugversuche zu starten.



In der Zwischenzeit habe ich mich noch mal mit den Pool-Wänden und mit dem Pool-Boden beschäftigt.

Problematisch war nur der Boden rechts, da meine Arme zu kurz waren, um dort mit trockenem Kopf den Boden zu schrubben.
Aber da kam mir eine Idee:


Das lasse ich mir patentieren!
Meine Beine waren zum Glück lang genug – nur meine Unterhose war klatschnass. Den Rest hatte ich vorher schon ausgezogen, so dass ich unter dem Ölzeug nur Unterhose und Sport-BH getragen habe.
Am Ende strahlte der Pool in aller Herrlichkeit. Meinen beiden Patienten hat es offensichtlich gefallen, denn sie haben ihn mit frischem Poo eingeweiht nach kürzester Zeit. (Manchmal könnte ich ihnen ja schon den Hals umdrehen – können die nicht wenigstens mal 2 Stunden die Herrlichkeit wirken lassen?) – war ein Scherz
Zwischendurch habe ich auch immer wieder in der Wäscherei ausgeholfen, da auch hier Wäscheberge am Morgen zu sehen waren, die abgearbeitet werden wollten.
Am Ende sah die Wäscherei aber sehr zufriedenstellend aus:
