Heute früh war in der Küche das Chaos perfekt. Die Medikamente werden Nachmittags immer für den Abend und für den nächsten Morgen vorbereitet, da wir morgens nur wenig Zeit haben bis zur ersten Verabreichung.
Heute früh passten die Medikamente und die Pinguin-Nummern nicht zu der verordneten Liste.
Die Ursache war schnell gefunden. Gestern späten Nachmittag wurden die Pinguine aus Pen 8 in den Pen 4 verfrachtet und umgekehrt. Die Medikamente waren aber vorher schon vorbereitet worden und hatten entsprechend die verkehrten Deklartion.
Egal, irgendwann war das Problem behoben, das Essen vorbereitet und es ging ans Füttern.

Wir mussten heuten zu zweit 3 Pens säubern, was in Stress ausgeartet ist. Denn gleichzeitig musste ja noch das Abendessen vorbereitet werden – neben der Medikamentenvorbereitung für heute Nachmittag und morgen früh.
Meine Patienten heute:

Leider waren die Patienten nicht sehr zeigefingerfreundlich, so dass mein rechter Zeigefinger bereits am frühen Morgen so aussah und eine intensive Blutspur von Pen 9 bis zum 1. Hilfekasten zu sehen war:

Nachdem die ersten Wunden schon fast verheilt waren, wurde er heute noch 2 Mal blutig gebissen.
Meine große Hilfe war heute Charnè. Eine sehr freundliche Südafrikanerin, die wie ich heute erfahren habe auch sehr viel Spaß am Joggen hat und momentan den 5-Km-Lauf weiter ausbauen möchte. Schade, dass ich dies erst so spät erfahren habe. Wir hätten oft und viel gemeinsam laufen können.

Eigentlich sehen sie ja recht friedlich aus:



Pah, alles unglaubwürdiges Geschwätz. Traue niemals einem Pinguin, auch wenn er noch so süß Dich ansieht.

Bin richtig froh heute nach Hause gekommen zu sein und erst mal das neue Jahr mit einem Sekt von Constancia zu begrüßen.

Morgen ist mein letzter Arbeitstag. Werde wahrscheinlich wieder in einem Pen arbeiten – so ist die Tradition. Und dann sind schon wieder 4 Wochen mit meinen kleinen gefiederten Freunden um. Unglaublich.