Sonntag (verminderte Bereitschaft zu arbeiten) und in Kombination mit der Tatsache, dass zwischen den Feiertagen auch wenige Menschen zum Arbeiten kommen, machte den heutigen Tag besonders interessant.
Zwar waren wir mit 10 Mann völlig unterbesetzt, aber gleichzeitig hochmotiviert die Aufgaben alle zu schaffen. Die Pausenzeiten wurden extrem verkürzt und wir haben im Akkord gearbeitet.
Food Prep – Die Küche für alle Patienten.
Sie sieht eigentlich sehr unspektakulär aus:

Auf dem Whiteboard muss jeder Verantwortliche aus jedem Pen / Einheit (Quarantäne, Nursery, etc) aufschreiben wie viele Fische, Darrows (Elektrolyte), Formular (Nährlösung) und Fischschwänze er zu welcher Uhrzeit benötigt. Darrows und Formular haben eine Haltbarkeit von 24 Stunden und sollten daher immer in ausreichender Menge aber auch nicht über den Bedarf erstellt werden.

Morgens ist es hier noch recht friedlich. Aber dann kommen sie alle auf ein Mal, denn alle Patienten werden gleichzeitig gefüttert. Dann ist hier die Hölle los. Auf dem Tisch in der Mitte wird um jeden Zentimeter gekämpft, das dreckige Geschirr stapelt sich, bis alle Essen vorbereitet sind. Dann kann kurz durchgeatmet werden, bevor die benutzten Utensilien und Spritzen zurück gebracht werden. Jetzt beginnt der Abwaschstress. Und so geht es den ganzen Tag weiter. Zwischendurch muss neues Formular und neues Darrow hergestellt werden und die Küche sauber gehalten werden.
Im begehbaren Kühlschrank werden die vorbereiteten Dinge zwischengelagert:



Hinter dem begehbaren Kühlschrank ist der begehbare Gefrierschrank angebracht. Hier werden die Fische und sonstige Essen gelagert, die nicht am gleichen Tag verwendet werden.


Der Home Pen bekommt 1,5 Packungen Fisch und 2 Teller mit Fischschwänzen.

Bei der Herstellung des Formulars wird Fisch mit einigen nahrhaften Zutaten wie z.B. Vitamin E und natives Öl angereichert und zerkleinert. Anschließend muss die Menge durch 2 Siebe gepresst werden, damit das Formular gut durch die Magensonde gedrückt werden kann.

Das ist mega anstrengend und die Arme tun nachher echt weh. Aber was tun wir nicht alles für die lieben Kleinen.
Am Ende des Tages war die Küche auf jeden Fall wieder total aufgeräumt und sauber.


Normalerweise gibt es abends immer noch dreckige Dinge auf den Ablageflächen. Daher bin ich sehr stolz auf das, was ich geschafft habe. Mal sehen, was Ward (der Herr der Küche) morgen zu seiner Küche sagt. Ich bin gespannt.